Archiv der Kategorie: Diskurs
Krieg gegen Wald und Mensch?
Aktuell: Interview mit Barbara Schlemmer vom 20.01.2021:
Quelle:„Stadtgespräch Marburg“
Nein zum Weiterbau der A 49!
sozial-ökologische Verkehrswende jetzt!
Zusammenschnitt aller Sendungen von Radio Unerhört/Trotzfunk
(8/2020-11/2020) rund um den Konflikt
/frn
An ihren Taten sollt Ihr sie messen! 00:00-08:15
Protest gegen Weiterbau der A 49 in Marburg 08:15-24:30
Nach der Fahrraddemo ist vor der Fahrraddemo 24:30-30:30
Nein zur A 49! Sachkundige Waldführung 30:30-48:29
Strom und Wasser in Dannenrod 48:29-1:07:15
Tarifkampf im Öffentlichen Dienst 1:07:15-1:24:30
Hic Dannenrod, hic salta! 1:24:30-2:07:33
Ver.di-Gewerkschafter spricht auf Fridays for Future-Demo 2:07:33-2:14:58
Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst abgeschlossen, Beschäftigte des ÖPNV kämpfen weiter 2:14:58-2:25:29
Politiker (Song der “TrotzKapelle“) 2:25:29-2:27:22
Solidarität mit den Beschäftigten des ÖPNV im Dannenroeder Wald 2:27:22-2:29:26
Moratorium jetzt! Bericht von der Kundgebung in Dannenrod vom 22.11.20 2:29:26-3:07:08 Weitere Details
Gewalt nur durch Aktivist:Innen?
Dokumente über Polizeigewalt:
Parlamentarische Beobachtungen
20-12 Polizeigewalt im Danni
21-01-07 Dannibericht
Kundgebung am 04. Dezember 2020 und 17:00 Uhr am
Elisabeth-Blochmann-Platz in Marburg:
„Deeskalation im Dannenröder Wald – Unfälle aufarbeiten –
friedlichem Protest Raum geben“ Dokumentation der Reden
Video-Link: https://player.vimeo.com/video/469222109?autoplay=1
Auch prominente Unterstützer:Innen waren vor Ort: Luisa Neubauer und Carola Rackete…
Gastbeitrag bei spiegel-online: Wer hat die Macht, Verträge zu brechen?
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=ToF13frnc2w&feature=emb_logo
Greenpeace Igor Levit
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=SbLw0WKyuGY&feature=emb_logo
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=auKIVyU-fAM&feature=emb_logo
Das Autobahn Debakel | Die Anstalt
Faktencheck „Die Anstalt“
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=hBLhmWxD2uY&list=PLhtjufTH4Nq5dT1DlMRAvyxstQSLUjBd1&feature=emb_logo
Alles soll sich „rechnen“
Leserbrief in der OP vom 14.1.2021
Frau Sandra Ciesek ist mit ihrer Feststellung, dass „Corona Defizite in der Gesellschaft deutlich“ mache, uneingeschränkt zuzustimmen. Nun sind das Virus und seine Begleiterscheinungen zwar reale Probleme, aber das, was dabei wirklich immer deutlicher wird, ist die kapitalistische Gesellschaftsordnung, ihre Verfasstheit und ihr ideologisches Selbstverständnis. Fast alle Lebensbereiche sollen sich „betriebswirtschaftlich rechnen.“ Im Gesundheitswesen zeigt sich besonders deutlich, wohin der Privatisierungswahn und die daraus rührenden Dividendenerwartungen führen. Die Bertelsmann-Stiftung rechnete bereits 2014 vor, dass man den Krankenhausbestand von seinerzeit noch 1800 Einrichtungen auf 400 absenken könne, „damit sich das rechnet.“ Die Folge einer solchen Denke sind Austritte aus flächendeckenden Tarifverträgen und die erfolgten Schließungen von Dutzenden von Häusern mit kleiner Bettenzahl. Kreiskrankenhäuser sind gezwungen nachzuweisen, dass sie profitabel arbeiten, – wenn nicht, macht man dicht.
Eine wohnortnahe, qualifizierte Mindestversorgung, besonders im ländlichen Raum, ist nicht mehr gewährleistet. Arno Widmann, stellt in einem Kommentar der Frankfurter Rundschau (FR) am 8. Januar 2021 (zu einem anderen Thema) fest, „dass die Demokratie ihre Kinder verrät“ und „dass wir die Diktatur der Konzerne jeden Tag auf’s Neue erfahren.“ In der gleichen Ausgabe der FR formuliert Stefan Hebel: „Es ist die riesige Kluft zwischen Arm und Reich, die Erosion sozialer Absicherung und öffentlicher Daseinsvorsorge, die ständige Existenzangst bis in weite Teile der Mittelschicht hinein“, die Sorge bereitet. Aus dieser Angst versuchen die Rechten und ihr parlamentarischer Arm, die AfD, Stimmung zu machen, gegen angebliche Sozialschmarotzer und gegen Virus-importierende Asyl und Schutz suchende Menschen. Wir brauchen eine radikale Rückbesinnung auf den starken Sozialstaat, um sowohl das Coronavirus, als auch das Virus in den Köpfen zu bekämpfen. Im Superwahljahr 2021 sind die Parteien programmatisch gefordert!
Pit Metz,
DGB-Kreisvorsitzender, Marburg
Frankreich und Islam
„Tranparenz-TV“
Mittwoch, 30.12.2020 – 20.30 Uhr
Gast: Privatdozent Dr. Johannes Becker, Friedensforscher
Johannes Becker hat an der Universität Marburg den Fachbereich
Friedens- und Konfliktforschung mitaufgebaut und viele Jahre geleitet.
Seit mehreren Jahrzehnten hat er eine tiefe Verbindung zu Frankreich.
In der Sendung geht es um das Thema Frankreich und Islam – und
folgende Fragen:
Gibt es eine Radikalisierung von Muslimen in Frankreich? Welche Rolle
spielen soziale Hintergründe für die religiöse Radikalisierung in
Frankreich? Welche historischen Bezüge hat Frankreich zu seinen
muslimisch geprägten Kolonien?
Wieviele Muslime leben heute in Frankreich – und gibt es muslimische
Zentren? Welche Einflüsse haben die Moscheen in Frankreich – und wer
entsendet Imame?
Wie sieht es mit dem Recht auf Einwanderung und Staatsbürgerschaft
aus und welche Integrationschancen bietet das Schulsystem für junge
Muslime? Welche guten historischen Erfahrungen aus der Zeit Mitte
der 90ger Jahre könnten heute wiederholt werden?
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=h5rvD5oB5qI&feature=emb_logo
Augustinertreppe am 5.12.2020 / „Stadtgespräch Marburg“

Flugblatt
Redebeiträge von 1) J.M.Becker, 2) H.Peters, 3) M.Jaeger-Gogoll, 4) J.M.Becker, 5) E.Junker, 6) I.Fach
Die Redebeiträge wurden freundlicherweise von „Stadtgespräch Marburg“ zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!
Hier der gesamte Beitrag von „Stadtgespräch Marburg“: Als Podcast
Unter dem Corona-Radar
Karin Schwalm fragt sich:„Was passiert eigentlich gerade unter dem Corona-Radar?“
Da fliegen zum Beispiel 38 neue Eurofighter, die wir so dringend brauchen und deren Anschaffung der Verteidigungsausschuss der Bundesregierung letzte Woche beschlossen hat.
Es geht um Eurofighter, die Atomwaffen transportieren können.
Auch hier wird jeder sofort verstehen, dass fehlende Luftreiniger in unseren Schulen nicht den Vorrang haben können. Es kann auch nicht darum gehen, alle Schülerinnen und Schüler mit den nötigen digitalen Endgeräten auszustatten, die es ihnen erlauben, dem Unterricht auch zuhause zu folgen. Und wo kämen wir denn hin, würden wir in den Schulen, in den Gesundheitsämtern und in unseren Krankenhäusern eine personelle Aufstockung durchsetzen.
Bei der Begründung dieses erneuten Rüstungswahnsinns geht es seit Jahren um die gleichen Begriffe, die einfach zu enttarnen sind: Sicherheit, das Prinzip der Abschreckung und, natürlich, die Verantwortung.
Fragt man die Menschen, was sie sich von der Politik wünschen, so erfährt man, dass Sicherheit von zentraler Wichtigkeit ist. Verständlich.
Doch wenn die Waffen eingesetzt werden, die angeblich unserer Sicherheit dienen, dann können wir uns alle sehr angegriffen fühlen.
Würde das Prinzip der Abschreckung funktionieren, dann dürfte es überhaupt keine Kriege geben. Es gibt sie aber.
Der Gleichstand der Kräfte ist eine Illusion und Rüstungswettlauf hat doch gerade das Ziel, mit immer schrecklicheren Waffen der anderen Seite voraus zu sein.
Und Verantwortung haben wir zum Beispiel für Kooperation und friedliche Handelsbeziehungen mit allen Ländern dieser Erde. Im Rahmen dieser Prämissen dürften wir weder Hähnchenklein noch unsere alten Schrottautos nach Afrika liefern; die EU dürfte die Fischbestände vor der senegalesischen Küste nicht plündern und Billigtomaten aus Süditalien dürften nicht nach Afrika exportiert werden und die dortigen Märkte kaputt machen. All dies stiftet nämlich Unfrieden.
Wir haben keine Verantwortung, mit Atomwaffen bestückte Eurofighter fliegen zu lassen.
Und beruhigend wäre es, wir könnten uns in dieser Frage endlich mal auf die SPD verlassen.
Karin Schwalm, Marburg
Leserbrief, Oberhessische Presse 25.11.2020
Internationaler Tag gegen Naturzerstörung durch Krieg
28.10.20 Presseerklärung Internationaler Tag für die Verhütung der Ausbeutung der Umwelt in Kriegen und bewaffneten Konflikten als Pdf
Im November 2001 wurde der Tag gegen Naturzerstörung durch Krieg von den
Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Seither wird an jedem 6. November daran
erinnert.
Wir alle kennen die Bilder entlaubter Bäume, die das Versprühen von Agent Orange
durch die USA während des Vietnamkrieges in den dortigen Wäldern zurückgelassen
hat.
Irakische Truppen haben während des Golfkrieges in Kuwait 1990 und 1991
absichtlich Hunderte Ölquellen angezündet und mehrere Millionen Barrel Rohöl in
den Persischen Golf geleitet.
Auf dem Balkan wurden panzerdurchdringende Geschosse eingesetzt, deren Kern
Uran enthält. Die Explosion setzt Wolken von Radioaktivität frei.
Im syrischen Bürgerkrieg wurden durch den Beschuss von Erdölraffinerien Böden
verseucht und das Grundwasser kontaminiert.
Die Liste ähnlicher Beispiele, die zeigen, dass auch die Natur zum Kriegsopfer wird,
ließe sich noch lange fortsetzen.
Das Marburger Bündnis Nein zum Krieg möchte gemeinsam mit der Marburger
Gruppe der Fridays for Future darauf aufmerksam machen, dass durch kriegerische
Auseinandersetzungen nicht nur Menschen zu Abertausenden zu Tode kommen,
sondern dass auch die Überlebenden durch die Zerstörung ihrer natürlichen
Lebensgrundlagen noch Jahrzehnte lang an den Folgen von Krieg und
Militäreinsätzen zu leiden haben.
Der ökologische Fußabdruck aller Armeen, auch wenn sie den Krieg nur üben, ist
desaströs. Allein das Bundeswehrwaffensystem Tornado emittiert pro Flugstunde
zwischen 6 und 18 Tonnen CO2.
Bei den im Dezember anstehenden Haushaltsdebatten im Deutschen Bundestag sollen
die „Verteidigungskosten“ weiter in Richtung auf 2% des BIP angehoben werden: 40
Milliarden Euro zusätzlich für das Militär, enorme finanzielle Mittel, die für soziale
Aufgaben, für den Ausbau der Infrastruktur und die Unterstützung einer
sozialökologischen Wende fehlen.
Wir fordern ein Umdenken: Abrüsten statt Aufrüsten. Wir lehnen die Anschaffung
bewaffneter Drohnen ab und sagen NEIN zur nuklearen Teilhabe.
Unser Planet Erde muss für uns alle erhalten bleiben im Rahmen von
Kooperation, Gleichberechtigung der Völker, eines fairen Interessenausgleichs und
Entwicklungsgarantien für die Schwachen.
Marburger Bündnis Nein zum Krieg
Fridays for Future Marburg
Interview mit ICAN-Marburg, Radio Unerhört
Antikriegstag in Marburg
Fast ist es schon eine gute Tradition, dass die Marburger Friedensbewegung anlässlich des Antikriegstages am 1. September ein Friedensforum vor der Lutherischen Pfarrkirche in der Oberstadt veranstaltet.
Anlässlich der 75. Jährung der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki bot sich als Schwerpunktthema die Atomwaffenfrage an. Zu den Menschen, die sich für die völlige Abschaffung von Atomwaffen engagieren, gehört die Organisation ICAN, die International Campaign to abolish nuclear weapons. Die gibt es übrigens auch in Marburg, wo wir sie denn auch interviewt haben.
Quelle: https://www.freie-radios.net/104436
s.a. ICAN-Rede beim Osterspaziergang 2019 von Sabina Galic und Judith Butzer
Einweihung des Denkmals für die Opfer der Marburger Jäger im September geplant.
Oberhessische Presse vom 14.8.2020:
Denkmal im Schülerpark fast fertig
Von Anne Maximiliane Jäger-Gogoll erschien zum Thema, angesichts anhaltender heftiger öffentlicher Debatte, ein fundierter Beitrag in Wissenschaft und Frieden 4-2019, Ästhetik im Konflikt, S. 26-29. Wir bedanken uns nochmals ausdrücklich dafür, diesen Artikel hier veröffentlichen zu dürfen.
Diese Zeitschrift ist sehr empfehlenswert und erscheint 4x im Jahr. Sowohl ein Print- als auch ein Digital-Abo sind möglich.
https://www.wissenschaft-und-frieden.de
»Verblendung« als Aufklärung Eine Gedenkinstallation für die Opfer der »Marburger Jäger« von Anne Maximiliane Jäger-Gogoll
Das Bündnis „Nein zum Krieg“, Friedenspolitischer Gesprächskreis im DGB Kreis Marburg- Biedenkopf beschäftigt sich schon seit Jahren mit dem Thema (siehe alle Beiträge inklusive zur Gedenkinstallation) :
Redebeitrag von Anne Maximiliane Jäger-Gogoll anlässlich des Osterspaziergangs 2018 im Schülerpark (Quelle: https://www.freie-radios.net/88302):
Dr. Olga Kamoruao engagiert sich seit ihrer Pensionierung 2012 in Namibia für die Rechte der Herero. Sie besuchte Marburg 2014. In diesem Zusammenhang überbrachte sie Solidaritätsschreiben von Häuptlingen einiger Völker aus Namibia, die von uns 2014 dokumentiert wurden.
Beispielsweise:

Gute Nachrichten aus Amerika
(Leserbrief erschienen in der Oberhessischen Presse am 8.6.20)
Es gibt eine noch vage Ankündigung des amerikanischen Präsidenten, ca. 9.500 Soldaten aus Deutschland abzuziehen.
Man kann nur hoffen, dass er dieses Mal nicht gelogen hat.
Die Liebhaber aller Waffengattungen beklagen nun, dass die Einsatzfähigkeit der NATO geschwächt werden könnte. Dann hat sie vielleicht weniger Kraft sich nach Osten auszudehnen und zu versuchen, in geopolitischen Räumen Fuß zu fassen, wo sie doch nichts verloren hat.
Im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung wurde folgendes Versprechen in den 2+4-Gesprächen gegenüber Gorbatschow gemacht: keine NATO-Osterweiterung.
Es wird auch beklagt, dass die deutsch-amerikanische Freundschaft durch den Abzug amerikanischer Truppen Risse bekommen könnte. Aber wer will denn schon mit Trump befreundet sein?
Bei dieser Gelegenheit bietet sich an, die in Büchel gelagerten Atomwaffen gleich mitzunehmen. Denn wer braucht eigentlich Atomwaffen? Richtig: kein Mensch.
Um die Bedeutung, sprich Vernichtungskraft, von Atomwaffen zu illustrieren, genügen zwei Worte: Hiroshima – Nagasaki.
Atomwaffen gehören daher nicht nach Büchel und auch sonst nirgendwohin. Sie gehören geächtet und die Bundesregierung täte gut daran, den 2010 im Parlament gefassten Beschluss zum Abtransport dieser Waffen endlich umzusetzen.
Die Unterzeichnung des Atomwaffenverbotes wie von ICAN, der Friedensnobelpreisgewinnerin von 2017 gefordert, kann dann gleich miterledigt werden. Es ist höchste Zeit.
Karin Schwalm
08.06.2020