Archiv der Kategorie: Friedensiniativen
Veranstaltungshinweise
Antikriegstag 2026 Dienstag, 01. September 17.00 Uhr Kundgebung Deserteur-Denkmal, Frankfurter Str.
10. Marburger Friedensforum Sonntag, 30. August 2026 15.00 Uhr
Alle Hoffnung ruht auf den Friedensgesprächen
2025_12_02-L.- brief an die OP
Alle Hoffnung ruht auf den Friedensgesprächen (OP vom 02.Dez.2025).
Der von den USA und der Russischen Föderation ausgehandelte 28 Punkte Friedensplan wurde nach Gesprächen mit der Ukraine und der EU auf 19 Punkte reduziert. Der neue 19 Punkte Plan ist noch nicht veröffentlicht. Für die Friedensbewegung ist aus dem 28. Punkte Plan die Nr. 17 eine wichtiges Postulat, die „Verlängerung von Verträgen zur Nichtverbreitung von Kernwaffen und Rüstungskontrolle einschließlich des New Start Vertrags“ der im Februar 2026 endet. Wird dieser Vertrag nicht verlängert, gerät die Produktion und Stationierung weiterer Atomwaffen völlig außer Kontrolle.
In keinem des 28 Punkte Plans ist die Stationierung von Mittelstreckenwaffen in Deutschland verschriftlicht, dieses Thema steht auch in keinem Zusammenhang mit dem Ukraine Krieg. Die Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen ist schon lange geplant und wurde von den ehemaligen US-Präsidenten Biden und Bundeskanzler Scholz ohne parlamentarische und öffentliche Debatte vereinbart. Demnach befinden sich alle wichtigen Kommando- und Stationierungsorte der geplanten US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland, eine Lastenteilung im NATO-Bündnis ist nicht vorgesehen.
Im Herbst 2026 sollen z.B. in Grafenwöhr in einem der größten Militärstandorten Europas (232 km ²) die Waffen stationiert werden. Die US-Kommandozentrale, die diese Waffengattungen befehligen liegt in Wiesbaden.
Hierbei geht es um 3 US-Waffensysteme, mit einer Anzahl von geschätzten 250 Stück, deren Finanzierung von Deutschland übernommen wird.
Tomahawk mit einer Reichweite von 1.600+ km, die SM-6 1B, Reichweite von 1.600 km, Dark Eagle Reichweite von 2.775+ km (Stückpreis Dark Eagle 41 Mill. Dollar). Hierbei handelt es sich um Hyperschallwaffen, die mit einer 17 fachen Schallgeschwindigkeit (ca. 21.000 km /h) ihr Ziel erreichen, sie sind von Frühwarnsystemen kaum aufzuspüren. Die kurzen Vorwarnzeiten führen bei dieser Stationierung zu einem anhaltenden Alarmzustand in Russland und erhöhen zudem die Gefahr von Fehlalarmen. Deutschland könnte dadurch zu einem Hauptziel eines russischen Präventivschlags werden.
Vielleicht verstehen Sie, warum die Friedensbewegung darauf drängt, auf eine Stationierung der geplanten US Mittelstreckenwaffen in Deutschland zu verzichten. Dazu bietet der „Berliner Appell“ noch die Möglichkeit: „Gegen neue Mittelstreckenwaffen“ mit einer Unterschrift zu protestieren und damit die Notwendigkeit von Verhandlungen zu dokumentieren.
Christa Winter
Marburg
80 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki (06. und 09.08.1945)
A-Waffen-Flyer 2025 – 80 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki
Leserbrief in der OP: „So viel Engagement, so wenig Wirkung“


Leserbrief in der OP vom 9.August 2025
So viel Engagement, so wenig Wirkung
Zum Artikel „Der Wettlauf der Mächte“ in der Oberhessischen Presse vom 2. August 2025:
In dem oben genannten Artikel wird vor allem über die historische Entwicklung der Atombombe berichtet, was sicherlich eine große Bedeutung im Hinblick auf die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 hat.
„Das Höllentor eines neuen Zeitalters wurde aufgestoßen.“ Zu diesem Ereignis präsentiert auch die Universitätsstadt Marburg eine Poster-Ausstellung im Erwin-Piscator-Haus (EPH): „Mahnung nach 80 Jahren …“, die von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies eröffnet wurde und bis zum 18. September zu sehen ist. Marburg ist Mitglied im internationalen Bündnis der „Mayors for Peace“, den „Bürgermeistern für den Frieden“, das 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet wurde.
Mittlerweile gehören diesem Bündnis fast 8.500 Städte in 166 Ländern an, über 900 Städte allein in Deutschland.
Das Bündnis setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein.
In der aktuellen Auseinandersetzung zwischen US-Präsident Trump und dem russischen Ex-Präsidenten Medwedew wird über den Einsatz von Atomwaffen öffentlich diskutiert. Als Reaktion auf Kommentare von Medwedew wurde eine Umstationierung von zwei US-Atom-U-Booten von Trump angekündigt („Tagesschau“, ARD, 2. August 2025, 5.51 Uhr).
Die Ausstellung im EPH wurde am 8. Juli eröffnet, am „Flaggentag“ der „Mayors for Peace“. Der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen (UN) hatte am 8. Juli 1996 durch ein Rechtsgutachten festgestellt, dass bereits die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen generell gegen das Völkerrecht verstößt. Auch die UN, die nach dem Zweiten Weltkrieg vor 80 Jahren gegründet wurden, hatten als vorrangiges Ziel, zukünftige Kriege zu verhindern und den Weltfrieden zu sichern. Schon 1970 wurde in den UN der Nukleare Nichtverbreitungsvertrag (NVV) von 191 Staaten unterzeichnet. Artikel VI des NVV beinhaltet, dass sich die Atomwaffenstaaten zur vollständigen nuklearen Abrüstung verpflichten.
Da dies über die Jahrzehnte nicht geschehen ist, wurde in den UN von 122 Nationen der Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) angenommen, der am 22. Januar 2021 in Kraft trat.
Deutschland hat den AVV bisher noch nicht unterschrieben, obwohl im Fliegerhorst Büchel (Eifel) 15 bis 20 USAtombomben lagern. 2019 hatte die Marburger Stadtverordnetenversammlung den ICAN-Städteappell unterzeichnet, mit dem die Städte (144 in Deutschland) den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen unterstützen.
So viel Engagement, so wenig Wirkung!!! In der Ausstellung liegen Unterschriftenlisten zur Unterstützung der Kampagne der „Mayors for Peace“ für den Beitritt aller Atomwaffenstaaten zum AVV aus.
Christa Winter,
Marburg
Berliner Appell:

Berliner Appell (Hier unterzeichnen)
Gegen neue Mittelstreckenwaffen und für eine friedliche Welt
Wir leben im gefährlichsten Jahrzehnt seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Gefahr, in einen atomaren Abgrund zu taumeln oder durch einen konventionellen Krieg umzukommen, ist real. An dieser Weggabelung stehen wir für eine friedliche und solidarische Welt der Gemeinsamen Sicherheit, Solidarität und Nachhaltigkeit für alle Menschen.
Wir sagen Nein zur Aufstellung neuer US-Mittelstreckenwaffen in Deutschland.
Die geplanten Hyperschallraketen Dark Eagle steigern die Spannungen und sind insbesondere für Deutschland eine Gefahr, zum Ziel eines Präventivangriffs zu werden. Überdies fördern die geringen Vorwarnzeiten das Risiko von Fehlreaktionen.
Die Stationierung wurde ohne jede öffentliche und parlamentarische Diskussion entschieden. Abrüstungsverhandlungen sind nicht vorgesehen. Wir bleiben dabei, Konflikte und Rivalitäten nicht militärisch zu lösen, sondern alles zu tun, Kriege zu vermeiden oder zu beenden. Dieser Aufgabe darf sich niemand entziehen.
Erstunterzeichner:
Yusuf As (Föderation demokratischer Arbeitervereine DIDF- Bundesvorstand); Horst Becker (Parl. Staatssekretär a.D. Bündnis 90/die Grünen); Lothar Binding (Sprecher SPD-AG 60+, ehem. MdB); Peter Brandt (Historiker, Initiative „Neue Entspannungspolitik jetzt!“); Reiner Braun (ehem. Präsident Internationales Friedensbüro (IPB)); Weiterlesen
3. Oktober: Zentrale Demonstration für den Frieden in Berlin

Die Website der Demo am 3. Oktober finden Sie hier
Nein zu Krieg und Hochrüstung!
Ja zu Frieden und internationaler Solidarität.
Die Situation in Europa und Nahost entwickelt sich gefährlich in Richtung Großkrieg. Statt sich für Frieden einzusetzen, liefert der Westen – einschließlich der Bundesregierung – immer mehr Waffen und beschleunigt die Eskalation durch die Erlaubnis, diese auch gegen russisches Gebiet einzusetzen. Atomwaffen werden wieder einsatzfähig gemacht. Die deutsche Regierung rüstet auf wie nie zuvor. Wir alle sollen kriegstüchtig gemacht werden. Eine „neue“ Wehrpflicht droht. Das Geld für die Hochrüstung fehlt bei Krankenhäusern und Pflege, Rente und Sozialleistungen, Bildung und Kitas, Bahn und Nahverkehr. Globale Herausforderungen, die weltweit nur gemeinsam gelöst werden können, um den Generationen, die uns folgen, eine lebenswerte Welt zu erhalten, werden nicht in Angriff genommen. Weiterlesen
Macron kein Friedensgarant
Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) kritisiert Verleihung eines Friedenspreises an den französischen Präsidenten
Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW kritisiert die Auszeichnung des französischen Präsidenten Macron mit dem Westfälischen Friedenspreis scharf. Macron erhält am heutigen Dienstag (28. Mai 2024) den Preis „für sein unermüdliches Engagement um eine Konfliktbegrenzung zu Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine“. Doch die jüngsten Äußerungen Macrons zum Ukrainekrieg, Frankreichs aggressive Atompolitik und seine Ignoranz gegenüber dem kolonialen Erbe sind kein Ausdruck eines Friedensstrebens. Weiterlesen
Online-Zeitschrift „IMI-List“

In der Online-Zeitschrift „IMI-List“ Nummer 0646 – 26. Jahrgang finden sie
1.) die Audios vom IMI-Kongress zum Nachhören;
2.) die neue Ausgabe des IMI-Magazins, diesmal mit dem Schwerpunkt „Medien im Krieg“;
3.) Links zu neuen Artikeln auf der IMI-Homepage, u.a. zur KI-Bombardierung in Gaza, zur neuen NATO-Strategie in der Ukraine und zum Sahel.
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