Gelungene, sehr informative Veranstaltung mit Karin Leukefeld am 21.2. 2019 im „Kerner“

Gemeinsame Veranstalterinnen waren das Netzwerk „Kerner“ und die Friedensinitiative „Nein zum Krieg“

Die gesamte Veranstaltung war, was sowohl den Ablauf wie
auch den Inhalt betraf, äußerst gelungen und hochinteressant:
Pfarrer Biskamps Info über den Kerner; Ralf Schraders pointierte Einbettung in
unsere Friedensarbeit; Johannes M. Beckers deutlich strukturgebende
Moderation mit präzisen, zielgerichteten Fragen; vor allem aber Karin
Leukefelds Vortrag: Wie sie es vermochte, die geopolitischen Zusammenhänge
genau und verständlich zu analysieren, die unterschiedlichen Interessen
der zahlreichen Akteure deutlich zu machen und den gesamten Komplex mit
derart vielen erhellenden Details zu unterfüttern – dazu noch dies alles in
knapp 120 Minuten unterzubringen: das hat uns (und gewiss auch alle
anderen, die da waren) sehr beeindruckt! Audioaufzeichnung siehe unten…

Einführung Ralf Schrader

 

Vorstellung Johannes M. Becker

 

Karin Leukefeld

Pressemitteilung des Friedenspolitischen Gesprächskreises im DGB Marburg-­‐Biedenkopf / Bündnis Nein zum Krieg

Pressemitteilung

Am Samstag, den 12. Januar 2019:
Marburger Friedensinitiative setzt Kampagne gegen Aufrüstung fort

Mit einer Mahnwache setzt das Marburger Friedensbündnis seine Unterstützung der
bundesweiten Kampagne „Abrüsten statt Aufrüsten“ fort.
Dabei werden am kommenden Samstag, 12. Januar, an der Augustinertreppe in Marburg in der Zeit von 11 – 13 Uhr Unterschriften gesammelt und Gespräche angeboten.
Hintergrund der Aktion sind, wie Pit Metz für das „Bündnis Nein zum Krieg“ mitteilte, die
kürzlich beschlossene Steigerungen des Rüstungshaushalts, aber auch die unverminderte Fortführung deutscher Militäreinsätze, sowie die immer aggressiver auftretende Werbung für die Bundeswehr.

Da sich in diesem Jahr der deutsche Überfall auch Polen und damit der Beginn des Infernos des Zweiten Weltkrieges zum 80. Mal jährt, soll auch an die Aktion vom vergangenen 1. September am Deserteurdenkmal in Marburg angeknüpft werden, wo der Marburger Pfarrer Hans Horst Althaus unter dem Stichwort „Krieg ist die Hölle“ mit einer Visualisierung der Opferbilanz des 2. Weltkrieges ganztägig demonstriert hatte.
Thematisiert wird auch, wie das Militär sich bis heute in pervertierender Weise auf
christliche Symbole beruft, mit denen die Kriegswaffen versehen sind.

Das Bündnis hat seit Februar 2018 bereits über 2.000 Unterschriften für die Kampagne
„Abrüsten statt Aufrüsten“ gesammelt. Der Focus der Diskussion soll auf friedenspolitische Alternativen gerichtet werden, die einer zukunftsfähigen sozialen Infrastruktur zugute kämen:                                                                                  Ausreichende Mittel für Bildung, bezahlbares Wohnen, Krankenbetreuung, Pflege
bedürftiger Menschen und ein sozialverträglicher Umbau des Landes.

Zur Arbeit des Friedenspolitischen Gesprächskreise / Bündnis Nein zum Krieg:
https://antikriegsbuendnismarburg.de

Ein neues, ein glückliches, ein friedliches und erfolgreiches 2019

„Der Krieg in Syrien“ Informations- und Diskussionsveranstaltung mit der Journalistin Karin Leukefeld ist geplant.

Veranstalter sind die Friedensinitiative „Nein zum Krieg“ und das Netzwerk Kerner.

Seit sieben Jahren herrschen Krieg und Zerstörung in Syrien. Noch ist die Hoffnung auf Frieden nicht gestorben. Sie erhält immer wieder
Nahrung. Das Land läuft aber Gefahr, wegen verschiedener Interessen innerer und äußerer Akteure gespalten zu werden.

Hierüber werden wir mit der renommierten Journalistin Karin Leukefeld diskutieren.
Karin Leukefeld ist eine der wenigen Journalistinnen und Journalisten, die über weite Teile des Jahres im Krisengebiet leben
und arbeiten.
Ihre Beiträge erscheinen im deutschen Hörfunk, etwa
* Bayern 2 * Bayern 3* Deutschlandradio
oder
* NDR Kultur * auch im Schweizer Rundfunk auf SRF 4
und ihre Artikel regelmäßig in den Tageszeitungen Neues Deutschland
und Junge Welt

Aktueller Syrien-Artikel im Rubikon am 22.12.2018 : Der Rückzug

Ihr Buch:
Flächenbrand
Zur 1.Auflage 2015 bereits entstandene, sehr hörenswerte, Interviewserie im Trotzfunk Radio Unerhört Marburg: Flächenbrand vom Nahen und Mittleren Osten bis nach Nordafrika (Teil 1 von 9)

Kapitel 1 von 9: Einleitung:
– Die Veränderungen des Lebens in Damaskus durch den Krieg
– Der Charakter des Krieges in Syrien
– Zu den Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer

 

Kapitel 2: Der arabische Frühling in Tunesien und Ägypten:
– wer waren die Protestierenden Ende 2010/Anfang 2011?,
– die Muslimbrüder.

 

Kapitel 3: Die internationale Kräftekonstellation in der Region des Nahen und Mittleren Ostens und in Nordafrika:
– der Sturz Mursis,
– Syrien bis 2011.

 

Kapitel 4: Syrien 2011: Die Sozial- und Wirtschaftspolitik:
– die Sozial- und Wirtschaftspolitik in der Präsidentschaft Bashar al-Assads,
– die Muslimbrüder in Syrien.

 

Kapitel 5: Syrien 2011: Politischer Frühling oder Krieg?

 

Kapitel 6: Der Krieg in Syrien:
– die Freie Syrische Armee (FSA),
– die Nationale Koalition (Etilaf),
– Al Kaida,
– die Nusra-Front.

 

Kapitel 7: Der Islamische Staat (IS) in Syrien und im Irak.

 

Kapitel 8: Die Interessen der USA und der EU im Nahen und Mittleren Osten:
– die Rohstoffe Öl und Gas,
– die Rüstungsindustrie,
– das irakische Öl,
– die radioaktiv verseuchten Gebiete im Irak.

 

Kapitel 9: Alternativen zur Kriegspolitik.

Frau Deppe vom Express-Verlag hat geantwortet:

Sehr geehrte Herrn Becker, Herrn Metz und Frau Jäger-Gogoll,

wie sie sicherlich wissen, ist die von Ihnen angeschriebene Redaktion des Express am Werbeverkauf unbeteiligt und teilt sogar die von Ihnen geäußerte Kritik. Ihre kritischen Anmerkungen nehmen wir im Verlag zum Anlass die kritisierte Werbebeilage zukünftig in dieser Form abzulehnen.

Freundliche Grüße

i.A. Katharina Deppe

Verlagsleiterin

Marburger Magazin Express

Heute in der Oberhessischen Presse:

Schusswaffen-Reklame ist „fatales Signal“

Quelle Radio: RUM-90,1, Marburg http://www.radio-rum.de
Produktionsdatum: 16.12.2018

Schusswaffenwerbung im Express

Offener Brief an
die Redaktion „Marburger Magazin Express“
den Herausgeber  Norbert Schüren
die Verlagsleitung Katharina Deppe

Ihre Werbebeilage zu „Pyrotechnik“ der Fa. Fuchs in der Ausgabe 49/18

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Erschrecken haben wir, die Mitglieder des Bündnisses „Nein zum Krieg“, die oben erwähnte Werbebeilage im „Express“ 49/18 zur Kenntnis nehmen müssen.

Unter der Überschrift „Pyrotechnik“ vermutet man eigentlich die – unseres Erachtens zwar überflüssige, aber vergleichsweise harmlose – Ballerei mit Petarden, Leuchtraketen etc. in der Sylvester-Nacht. Was jedoch in diesem Faltblatt des Marburger Waffenhändlers Fuchs beworben wird, hat mit Sylvester-Knallerei so gut wie nichts zu tun. Geworben wird hier vielmehr nahezu ausschließlich für Handfeuerwaffen. Natürlich steht im Kleingedruckten, dass es sich lediglich um Schreckschusswaffen handele und dass diese Waffen „frei verkäuflich ab 18 Jahren“ seien. Aber so naiv können Sie nicht sein zu denken, dass sich Unter-18-Jährige von dieser Werbung nicht angesprochen fühlen.

Doch ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht: Sie leisten mit der Verbreitung dieser Werbung einen wesentlichen Beitrag zu einer weiteren Brutalisierung und Militarisierung unserer Gesellschaft, in der Konflikte nicht friedlich geregelt, sondern gewaltsam ausgetragen werden, insbesondere unter jungen Menschen. Während einerseits in unserer Gesellschaft aus nachvollziehbaren Gründen darüber diskutiert wird, ob das Mitführen eines Messers – auch eines Teppichmessers – geahndet werden soll, propagieren Sie die Botschaft: Kauft Handfeuerwaffen! Diese sollen zwar nur „erschrecken“; doch ist erstens nicht nur jeder halbwegs Versierte ist in der Lage, aus einer Schreckschusspistole eine „scharfe“ Waffe herzustellen, es wird mit dieser Werbung zweitens auch die Hemmschwelle zum Gebrauch von Waffen insgesamt gesenkt – ein fatales Signal angesichts der verheerenden Auswirkungen von Waffenbesitz und Waffengebrauch, von dem wir fast täglich erfahren müssen.

Nun werden Sie vermutlich argumentieren, dass es sich ja hier um legale Werbung handele und dass Sie sich als kostenlos erhältliches Magazin über einträgliche Werbung finanzieren müssten. Das ist nachvollziehbar. Es sollten dabei allerdings Anstandsgrenzen beachtet werden. Mit der massiven Werbung für Schusswaffen unter dem Label „Sylvester-Pyrotechnk“ sind diese Grenzen weit überschritten.

Wir fordern Sie dringend auf, auf eine Verbreitung von Werbung dieser Art in Zukunft zu verzichten.

Mit bitteren Grüßen aus der Marburger Friedensbewegung
Johannes M. Becker   Pit Metz    Maximiliane Jäger-Gogoll

„Panzer und Raketen – verpulverte Moneten…“

pdf-download

Der Bundestag wird im November in 2. und 3. Lesung über den künftigen Militärhaushalt (gegenwärtig 38,5 Mrd. Euro) debattieren. Der Entwurf der Ministerin von der Leyen sieht eine Steigerung auf 42,9 Mrd. Euro für 2019 vor. Das ist erst der Einstieg in das von der Nato proklamierte Ziel, 2 % des Bruttoinlandsprodukts fürs Militär zur Verfügung zu stellen. Die bis 2025 vorgesehenen Steigerungen summieren sich auf zusätzliche 91,01 Mrd. Euro!

Wozu die Aufrüstung? Von wem wird unser Land bedroht?

Wozu braucht die Bundeswehr ein „neues Fähigkeitsprofil“?

Haben Militäreinsätze die Welt sicherer gemacht?

Sind sie nicht eher Ursache von Elend, Hunger, Vertreibung und Flucht?

Wem nützt die Beteiligung an einem neuen Kalten Krieg?

Die Rüstungskonzerne reiben sich die Hände, Truppenausrüster und Waffenschmieden stehen in den Startlöchern. Soziale Aufgaben sind unterfinanziert. Einige wenige Beispiele:

Tausende marode Schulgebäude warten auf Sanierung, den Kommunen fehlt das Geld!

In den Bildungseinrichtungen, Kitas, Schulen, Unis fehlen hunderttausende Fachkräfte!

Personalmangel in Kliniken und der Altenpflege: Die Kolleg*innen arbeiten am Anschlag!

Mit der geplanten Ausweitung der Militärausgaben würde nicht nur enorm viel Geld verbrannt, das uns dringend fehlt. Die angekündigte Aufrüstung ist auch Teil einer verfehlten und gefährlichen Politik, die zur weiteren Destabilisierung in Europa und Konfrontation gegen Russland führen würde. Wir brauchen aber eine Politik, die faire Beziehungen, Entspannung und Friedenssicherung zum Ziel hat, nicht die Steigerung von Vernichtungspotential!

Abrüsten statt aufrüsten ist das Gebot der Stunde!

Wir appellieren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags:

Wirken Sie mit an einer Sicherheitspolitik der gegenseitigen Abrüstung!

Sorgen Sie dafür, dass nicht die Militärausgaben erhöht werden, sondern die Mittel für eine zukunftsfähige Infrastruktur,

insbesondere für Bildung, bezahlbares Wohnen, Pflege bedürftiger Menschen und für einen sozialverträglichen ökologischen Umbau unseres Landes!

Rüstungshaushalt bis 2025:

Quelle: Fähigkeitsprofil der Bundeswehr (nach Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.)

Seit Februar haben in Marburg uns fast 2.000 Menschen ihre Unterschriften gegeben für den Appell: Abrüsten statt Aufrüsten! Bitte unterstützen Sie diesen Appell!

Verantw.: Friedenspolitischer Gesprächskreis im DGB Marburg-Biedenkopf / Bündnis Nein zum Krieg

Friedensweg der Religionen Marburg 2018

Liebe Freundinnen und Freunde des Runden Tischs der Religionen in Marburg,
 Sie sind herzlichst eingeladen zum
Friedensweg der Religionen Marburg 2018
Gemeinsam unterwegs zu den Orten verschiedener Religionsgemeinschaften Marburgs
Samstag, den 20. Oktober
Beginn 17 Uhr Ende ca. 21 Uhr
Eine Wanderung mit Präsentationen im Kerner (Lutherischer Kirchhof 1 / Beginn der Veranstaltung um 17:00 h), in Universitätskirche, Moschee, Shambhala-Zentrum und Synagoge.
Gemeinsam unterwegs, gemeinsam im Gespräch
Zum neunten Mal bereits veranstaltet der Marburger Runde Tisch der Religionen einen öffentlichen Friedensweg: Gemeinsam unterwegs zu den Orten verschiedener Religionsgemeinschaften Marburgs. Er beginnt um 17:00 Uhr im Kerner/Lutherischer Kirchhof 1, mit der Bahá’í, führt zur evangelische Universiätskirche und über die neue Moschee in der Straße Bei St. Jost 17 zum buddhistischen Shambhala-Zentrum und schließlich zur Synagoge in der Liebigstraße. Dort endet der Friedensweg nach einem abschließenden Rundgespräch gegen 21:00 Uhr.
Thema des diesjährigen Friedensweges:
„Haus der Andacht“ – Was macht ein religiöses Zentrum zu einer religiösen und spirituellen Räumlichkeit?
Wer an den im Marburg lebenden Religionsgemeinschaften Interesse hat, ist eingeladen, sich dem Weg anzuschließen. An allen Stationen wird
es eine kurze Einführung in den Ort und repräsentative Textlesungen geben. Dies wird einen Eindruck von der Atmosphäre der jeweiligen Religion vermitteln. Auf dem gemeinsamen Weg können sich die Teilnehmenden über das Gesehene und Gehörte unterhalten und befragen.
Vier Stunden unterwegs zu sein, ist anstrengend, aber es bietet mehr Möglichkeiten als ein Vortragsprogramm: konkrete Erfahrungen, direkte Ansprechpartner, neue Kontakte.
Die Marburger Religionsgemeinschaften wollen deutlich machen, dass sie trotz aller verbleibenden Unterschiede ein gemeinsames Ziel haben: den äußeren und inneren Frieden, zu dem sie auf unterschiedliche Weise beitragen. Spirituell wach zu sein heißt, sich aufzumachen, Schritte zu wagen, gemeinsam und auf einander zu; es heißt auch, den Austausch zu suchen und Erkanntes in die Tat umzusetzen.
Die Wegführung:
Der Friedensweg der Religionen beginnt im Kerner (Lutherischer Kirchhof 1) und führt nach der anschließenden Universitätskirche als dritte Station zur neuen Moschee (Bei St. Jost 17), von dort zu Shambhala Zentrum (Auf dem Wehr 33) und Synagoge (Liebigstr. 21a)