Video-Link: https://youtu.be/p1PpbqTb8dA?list=PLpNi0Wmi7L80UMjx1-JbgN9CIINT_4j_7
VIRTUELLER OSTERMARSCH 2020
Video-Link: https://youtu.be/p1PpbqTb8dA?list=PLpNi0Wmi7L80UMjx1-JbgN9CIINT_4j_7
Flyer/Plakate:
Fahrraddemo 2019 Osterspaziergang 2019 Aufruf
Presse/Hessenschau:
Oberhessische Presse vom 22.4.2019 OP-Bildergalerie
Hessenschau vom 22.4.2019
Am Karsamstag 20.4.,
erreichte unser Fahrradkorso für den Frieden die Herrenwaldkaserne in Stadtallendorf, Sitz der Division Schnelle Kräfte.
Zuvor gab es einen Besuch bei der Gedenkstätte Münchmühle, die den Opfern der Zwangsarbeit für die TNT-Produktion der Nazi-Kriegmaschinerie gewidmet ist.
Nach einer Kundgebung auf dem Marktplatz, auf der René Müller für die IG Metall und Wolfgang Gehrcke, ehem. Bundestagsabgeordneter der LINKEN, zu uns gesprochen hatten, stellten wir uns zum Gruppenfoto unter der Losung ‚Abrüsten ist das Gebot der Stunde‘ auf.

Leserbrief in der Oberhessischen Presse vom 26.4.2019:
Friedensarbeit hält fit
Antwort auf die Klage des
Generalinspekteurs Zorn:
Sehr geehrter Herr Generalinspekteur Zorn, Sie beklagen in der OP vom 20. April das Übergewicht und die Unbeweglichkeit Ihrer jungen Soldaten. Schauen Sie uns an, Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, die in unvergleichlicher Frische am Ostersamstag von Marburg nach Stadtallendorf zur Herrenwaldkaserne geradelt sind: schlank und rank, beweglich, fit. Wissen Sie was: kommen Sie doch einfach zu uns. Wir arbeiten für Frieden und Abrüstung und es scheint uns wohl zu bekommen.
Karin Schwalm
für das Bündnis
„Nein zum Krieg“ –
DGB Marburg-Biedenkopf
Osterspaziegang am 22.4.
Reden am Deserteursdenkmal:
Moderationsmanuskript Ralf Schrader
Ralf
Grußwort Pit Metz
Ralf
Kurt Bunke
Michael Heiny
Daniel Rawski
Aziz Filöh
Ralfs Hinweis auf Fortsetzung im Schülerpark
Reden im Schülerpark:
Ralf Becker(„Sicherheit neu denken“ –Evangelische Landeskirche Baden)
Szenario „Sicherheit neu denken“
Download Kurzfassung Download Langfassung (Buch)
ICAN
ICAN-Deutschland ICAN-Marburg ICAN-Städteappell Marburg
Ralf S.
Ralf Becker
Ralf S.


Fluchtursachen beseitigen und Menschenrechte umsetzen!
Ostermontag, 28. März, 11-13 Uhr
Wir fordern:
Schutz und menschenwürdige Aufnahme von Menschen auf der Flucht
Keine Beteiligung der Bundeswehr am sogenannten Krieg gegen den Terror in Afghanistan, Syrien, Irak, Mali und der Türkei
Einhaltung von Grundgesetz und Völkerrecht
Stopp aller Waffen- und Munitionsexporte, insbesondere in den Nahen Osten
Keine Zusammenarbeit mit den diktatorischen Regimes, die den „IS“ und andere Terrormilizen unterstützen
Eine aktive Friedens- und Sicherheitspolitik in Europa unter Einbeziehung Russlands Entwicklung von fairer, partnerschaftlicher Kooperation auf den Ebenen von Wirtschaft, Kultur und Politik
Kampf gegen die Ursachen von Terror und Gewalt und Einsatz für soziale Gerechtigkeit weltweit
Unterstützung ziviler Konfliktlösungen, Verhandlungen, Stärkung von internationalen
Verhandlungsprozessen, statt auf militärische Lösungen zu setzen
Wir fordern in Marburg:
Rückbau des Kriegsdenkmals in Bortshausen
Ehrendes Gedenken an die Opfer der Marburger Jäger
Intensivierung der Kontakte in die belgische Stadt Dinant
Eine offizielle Entschuldigung bei den Bürger/innen der polnischen Stadt Königshütte
Auftakt: 11 Uhr, Friedrichsplatz
Zwischenkundgebung: Elisabeth-Blochmann-Platz,
Abschlusskundgebung: 12.30 Uhr, “Kriegerdenkmal” im Schülerpark
Es werden sprechen: Rosemarie Barth, Christliche Friedensinitiative
Marburg, Peter Donatus, Journalist, Sevim Dağdelen, MdB (DIE LINKE)
Karsten Engewald, Bürgerinitiative gegen das Kriegsdenkmal in Bortshausen
Pit Metz, Vorsitzender des DGB Kreis Marburg-Biedenkopf
Moderation: Jan Schalauske, Bündnis „Nein zum Krieg“
Danach: geselliges Beisammensein im Haus der Ortenberggemeinde
Aufruf als PDF: Flyer_Osterspaziergang_2016

Aufruf zum Marburger Osterspaziergang 2015
Kriege, Militarisierung und Kriegspropaganda stoppen – Konflikte friedlich lösen! Lehren aus der Geschichte ziehen
Ostermontag, 6. April, 11-13 Uhr
Treffpunkt: Friedrichsplatz, vor dem Hessischen Staatsarchiv
Unser Osterspaziergang führt uns an das Deserteurs-Denkmal über Elisabeth-Blochmann-Platz bis zum Schülerpark. Im Anschluss (ab 13 Uhr) findet ein geselliges Beisammensein im Haus der Ortenberggemeinde statt. Mit Redebeiträgen aus der Marburger Friedensbewegung.
Erneut machen wir uns für Frieden und eine solidarische Gesellschaft zu Ostern auf den Weg. Wir demonstrieren gegen Kriegseinsätze und Aufrüstung. Wir bieten einer neuen deutschen Außenpolitik Paroli, die vor allem auf wirtschaftliche und global-strategische Interessen setzt und bereit ist, diese im Zweifel mit militärischen Mitteln durchzusetzen. Siebzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung vom Faschismus durch die Anti-Hitler-Koalition erinnern wir an die drängenden Lehren der deutschen Geschichte. Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen. Mit Sorge beobachten wir, dass die deutsche Geschichte umgedeutet werden soll, um militärische Logiken und Militarismus wieder salonfähig zu machen. Geschichtsrevisionismus treten wir auch hier vor unserer Haustür entschieden entgegen, wie etwa im kleinen Marburg-Bortshausen, wo ewig gestrige Kameraden mit der Aufstellung eines Kriegsdenkmals eine rückwärtsgewandte Kriegerheldenverklärung betreiben. Wir wenden uns entschieden gegen die öffentliche Propaganda für menschenfeindliche und rassistische Positionen sowie alten und neuen Militarismus.
Kriege stoppen – Konflikte friedlich lösen
Im Gegensatz zu den Äußerungen des Bundespräsidenten Joachim Gauck, der die Auffassung vertritt, Deutschland könne nicht aus Prinzip Nein zu Auslandseinsätzen sagen, sind wir der Meinung, Krieg darf nicht Mittel der Politik sein. Konflikte können und müssen friedlich gelöst werden, zumal in einer gefährlich hochgerüsteten Welt. Wir mahnen eine deutsche Verantwortung für Friedenspolitik an, anstelle einer Beteiligung an weltweiten Militärinterventionen, die nach allen Erfahrungen nur zu Terror, Bürgerkrieg, Flucht und Vertreibung führen. Die aktuelle weltweite Kriegslandschaft mit Ländern wie Afghanistan, Syrien/Irak und den afrikanischen Kontinent zeigt diese Sinnlosigkeit.
Im Ukraine-Konflikt ist durch die Abkehr von der Konfrontation eine friedliche Lösung durchzusetzen. Frieden in Europa gibt es nicht gegen, sondern nur mit Russland. Mit der Wiederbelebung alter Feindbilder muss Schluss sein. Ebenso gilt das für Sanktionen, die den Menschen Europas, der Ukraine und Russland gleichermaßen schaden.
Wir brauchen eine neue Etappe der Entspannung und Abrüstung sowie ziviler Konfliktlösung, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit. Die weltweite Gewalt muss ein Ende haben.
Wir fordern deshalb:
Gegen Kriegsverherrlichung und Militarismus
Aus der Studie der Geschichtswerkstatt wissen wir, an welchen Gräueltaten des deutschen Imperialismus die Marburger Jäger beteiligt waren. Es waren Marburger Jäger, die 1914 an dem Kriegsverbrechen gegen die belgische Zivilbevölkerung in Dinant beteiligt waren. Dafür hat sich die Universitätsstadt Marburg bei den Bürger/innen in Dinant entschuldigt. Andere Freiwillige der Jäger haben sich später 1918/19 für Grenzschutzaufgaben in Oberschlesien gemeldet. Dort sind bei einer Arbeiterdemonstration am 3. Januar 1919 mindestens 16, wenn nicht 20 Menschen im Maschinengewehrfeuer Marburger Reservejäger umgekommen. Ein Marburger Jäger erinnert sich: „Ohne Überhebung können wir uns rühmen, der deutschen Bevölkerung in Oberschlesien ein Schutz und Hort gewesen zu sein, durch den Leben und Eigentum der Bevölkerung gesichert wurden, die andernfalls unzweifelhaft den ungezähmten Bestien zum Opfer gefallen wäre.“* Es gilt sich auch dieser Opfer zu erinnern und ihnen ehrend zu gedenken.
Die rückwärtsgewandte Kameradschaft Marburger Jäger, die sich bewusst in die Tradition jener Militäreinheit stellt, platzierte 2011 ein Kriegsdenkmal in Marburg-Bortshausen. Trotz anhaltender Proteste seitens einer Bürgerinitiative, verschiedener friedensbewegter Gruppen, eines eindeutigen Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung und einer Abbauverfügung der Stadt steht das Denkmal noch immer. Selbst das Hessische Wirtschaftsministerium hat die Aufstellung als nicht rechtens charakterisiert und die „Beseitigung“ des Steins gefordert. Die Geschichtswerkstatt hat eine kritische Aufarbeitung der Jägergeschichte vorgelegt, die dieses Jahr in den Stadtschriften erschienen ist. Dennoch: Das Kriegsdenkmal steht noch immer.
Wir fordern:
– Rückbau des Kriegsdenkmals in Bortshausen
– Ehrendes Gedenken an die Opfer der Marburger Jäger
– Intensivierung der Kontakte in die belgische Stadt Dinant
– Eine offizielle Entschuldigung bei den Bürger/innen der polnischen Stadt Königshütte
Wir nehmen die Politik in die eigenen Hände. Und verlangen von der Bundesregierung den Einsatz für Frieden und Abrüstung. Wir bleiben dabei, das Kriegsdenkmal in Bortshausen muss endlich zurückgebaut werden.
*Karl Lausberg, Tätigkeit in Oberschlesien (16. September 1918 bis 30. Juli 1919). In: Geschichte des Reserve-Jäger-Bataillons Nr. 11, S. 314-331, hier S. 327 f., zitiert in der Studie der Geschichtswerkstatt „Zur Geschichte und Nachgeschichte der „Marburger Jäger“.