
Pressemitteilung/Ankündigung
5 Jahre UN-Atomwaffenverbotsvertrag – Informationskundgebung.
Vor 5 Jahren, am 22.01.2021 ist der UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) in Kraft getreten.
Mittlerweile haben 73 Staaten diesen Vertrag ratifiziert. Weitere 26 Staaten haben ihn unterzeichnet.
Damit ist der Vertrag von mehr als der Hälfte aller UN-Mitgliedsstaaten anerkannt. Jedoch haben bisher weder die Atommächte noch ein NATO-Staat den Vertrag unterzeichnet.
Der Atomwaffenverbotsvertrag verbietet den Mitgliedsstaaten Einsatz, Besitz, Produktion, Erwerb und Stationierung von Atomwaffen. Atomwaffenstaaten, die dem AVV beitreten, müssen ihre Atomwaffenarsenale abbauen und vernichten.
Kriege mit einer Gefahr einer atomaren Eskalation und der daraus folgenden Klimakatastrophe (atomarer Winter) sind heute die größte Bedrohung der Menschheit. 1947 wurde die „Weltuntergangsuhr“ eingeführt, um vor einem Atomkrieg zu warnen. Aktuell liegt der Stand bei 89 Sekunden vor Mitternacht, was die Nähe zu globalen Katastrophen (Atomkrieg, Klimawandel) symbolisiert.
Aufgrund einer Atomkriegsgefahr haben im Juli 2017 122 Staaten in einer UN-Resolution, den Atomwaffenverbotsvertrag beschlossen und das völkerrechtliche Verfahren in Gang gesetzt, dass dann am 22.01.2021 als Internationales Recht in Kraft trat.
Dazu hat die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) mit weltweit hunderten Partnerorganisationen für ihre Arbeit 2017 den Friedensnobelpreis erhalten.
149 bundesdeutsche Städte und 4 Bundesländer haben den ICAN Städteappell unterzeichnet, der unter anderem besagt: „…wir begrüßen den von den Vereinten Nationen (UN) verabschiedeten Vertrag zum Verbot von Atomwaffen und fordern von der Bundesregierung zu deren Beitritt auf“.
Der ICAN-Städteappell wurde auch von der Marburger Stadtverordnetenversammlung am 22. Februar 2019 an die Bundesregierung gerichtet. Im Gegenteil: die Bundesregierung forciert den Ausbau des Standortes Büchl bei Koblenz wo US-Atomwaffen für den Einsatz durch die Bundeswehr bereitliegen.
Am Donnerstag 22.01.2026 von 16:30 Uhr – 17:30 Uhr informiert das Marburger Bündnis „Nein zum Krieg!“ am Marburger Marktbrunnen in der Oberstadt über die Bedeutung und Tragweite des Atomwaffenverbotsvertrags und über die sinnvollen Forderungen dem Vertrag beizutreten.
FußballerInnen der Sportfreunde BlauGelb kicken für den Beitritt Deutschlands für den Atomwaffenverbotsvertrags, Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies spricht eine Grußbotschaft.
Abgerundet wird die Kundgebung durch Texte, Musik und Lieder.
Bürger:innen und Gäste sind herzlich zu der Kundgebung am Marktbrunnen eingeladen.
