Am 20.12.18 veröffentlichte die OP ein Interview mit unserem Mitglied Johannes M.Becker zu allgemeinen Fragen von Krieg und Frieden.
Jonannes M. Becker: „Die Welt wird nicht unfriedlicher“
Am 20.12.18 veröffentlichte die OP ein Interview mit unserem Mitglied Johannes M.Becker zu allgemeinen Fragen von Krieg und Frieden.
Jonannes M. Becker: „Die Welt wird nicht unfriedlicher“
Sehr geehrte Herrn Becker, Herrn Metz und Frau Jäger-Gogoll,
wie sie sicherlich wissen, ist die von Ihnen angeschriebene Redaktion des Express am Werbeverkauf unbeteiligt und teilt sogar die von Ihnen geäußerte Kritik. Ihre kritischen Anmerkungen nehmen wir im Verlag zum Anlass die kritisierte Werbebeilage zukünftig in dieser Form abzulehnen.
Freundliche Grüße
i.A. Katharina Deppe
Verlagsleiterin
Marburger Magazin Express
Heute in der Oberhessischen Presse:
Schusswaffen-Reklame ist „fatales Signal“
Quelle Radio: RUM-90,1, Marburg http://www.radio-rum.de
Produktionsdatum: 16.12.2018
Offener Brief an
die Redaktion „Marburger Magazin Express“
den Herausgeber Norbert Schüren
die Verlagsleitung Katharina Deppe
Ihre Werbebeilage zu „Pyrotechnik“ der Fa. Fuchs in der Ausgabe 49/18
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit großem Erschrecken haben wir, die Mitglieder des Bündnisses „Nein zum Krieg“, die oben erwähnte Werbebeilage im „Express“ 49/18 zur Kenntnis nehmen müssen.
Unter der Überschrift „Pyrotechnik“ vermutet man eigentlich die – unseres Erachtens zwar überflüssige, aber vergleichsweise harmlose – Ballerei mit Petarden, Leuchtraketen etc. in der Sylvester-Nacht. Was jedoch in diesem Faltblatt des Marburger Waffenhändlers Fuchs beworben wird, hat mit Sylvester-Knallerei so gut wie nichts zu tun. Geworben wird hier vielmehr nahezu ausschließlich für Handfeuerwaffen. Natürlich steht im Kleingedruckten, dass es sich lediglich um Schreckschusswaffen handele und dass diese Waffen „frei verkäuflich ab 18 Jahren“ seien. Aber so naiv können Sie nicht sein zu denken, dass sich Unter-18-Jährige von dieser Werbung nicht angesprochen fühlen.
Doch ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht: Sie leisten mit der Verbreitung dieser Werbung einen wesentlichen Beitrag zu einer weiteren Brutalisierung und Militarisierung unserer Gesellschaft, in der Konflikte nicht friedlich geregelt, sondern gewaltsam ausgetragen werden, insbesondere unter jungen Menschen. Während einerseits in unserer Gesellschaft aus nachvollziehbaren Gründen darüber diskutiert wird, ob das Mitführen eines Messers – auch eines Teppichmessers – geahndet werden soll, propagieren Sie die Botschaft: Kauft Handfeuerwaffen! Diese sollen zwar nur „erschrecken“; doch ist erstens nicht nur jeder halbwegs Versierte ist in der Lage, aus einer Schreckschusspistole eine „scharfe“ Waffe herzustellen, es wird mit dieser Werbung zweitens auch die Hemmschwelle zum Gebrauch von Waffen insgesamt gesenkt – ein fatales Signal angesichts der verheerenden Auswirkungen von Waffenbesitz und Waffengebrauch, von dem wir fast täglich erfahren müssen.
Nun werden Sie vermutlich argumentieren, dass es sich ja hier um legale Werbung handele und dass Sie sich als kostenlos erhältliches Magazin über einträgliche Werbung finanzieren müssten. Das ist nachvollziehbar. Es sollten dabei allerdings Anstandsgrenzen beachtet werden. Mit der massiven Werbung für Schusswaffen unter dem Label „Sylvester-Pyrotechnk“ sind diese Grenzen weit überschritten.
Wir fordern Sie dringend auf, auf eine Verbreitung von Werbung dieser Art in Zukunft zu verzichten.
Mit bitteren Grüßen aus der Marburger Friedensbewegung
Johannes M. Becker Pit Metz Maximiliane Jäger-Gogoll
Der Bundestag wird im November in 2. und 3. Lesung über den künftigen Militärhaushalt (gegenwärtig 38,5 Mrd. Euro) debattieren. Der Entwurf der Ministerin von der Leyen sieht eine Steigerung auf 42,9 Mrd. Euro für 2019 vor. Das ist erst der Einstieg in das von der Nato proklamierte Ziel, 2 % des Bruttoinlandsprodukts fürs Militär zur Verfügung zu stellen. Die bis 2025 vorgesehenen Steigerungen summieren sich auf zusätzliche 91,01 Mrd. Euro!
Wozu die Aufrüstung? Von wem wird unser Land bedroht?
Wozu braucht die Bundeswehr ein „neues Fähigkeitsprofil“?
Haben Militäreinsätze die Welt sicherer gemacht?
Sind sie nicht eher Ursache von Elend, Hunger, Vertreibung und Flucht?
Wem nützt die Beteiligung an einem neuen Kalten Krieg?
Die Rüstungskonzerne reiben sich die Hände, Truppenausrüster und Waffenschmieden stehen in den Startlöchern. Soziale Aufgaben sind unterfinanziert. Einige wenige Beispiele:
Tausende marode Schulgebäude warten auf Sanierung, den Kommunen fehlt das Geld!
In den Bildungseinrichtungen, Kitas, Schulen, Unis fehlen hunderttausende Fachkräfte!
Personalmangel in Kliniken und der Altenpflege: Die Kolleg*innen arbeiten am Anschlag!
Mit der geplanten Ausweitung der Militärausgaben würde nicht nur enorm viel Geld verbrannt, das uns dringend fehlt. Die angekündigte Aufrüstung ist auch Teil einer verfehlten und gefährlichen Politik, die zur weiteren Destabilisierung in Europa und Konfrontation gegen Russland führen würde. Wir brauchen aber eine Politik, die faire Beziehungen, Entspannung und Friedenssicherung zum Ziel hat, nicht die Steigerung von Vernichtungspotential!
Abrüsten statt aufrüsten ist das Gebot der Stunde!
Wir appellieren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags:
Wirken Sie mit an einer Sicherheitspolitik der gegenseitigen Abrüstung!
Sorgen Sie dafür, dass nicht die Militärausgaben erhöht werden, sondern die Mittel für eine zukunftsfähige Infrastruktur,
insbesondere für Bildung, bezahlbares Wohnen, Pflege bedürftiger Menschen und für einen sozialverträglichen ökologischen Umbau unseres Landes!
Rüstungshaushalt bis 2025:
Quelle: Fähigkeitsprofil der Bundeswehr (nach Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.)
Seit Februar haben in Marburg uns fast 2.000 Menschen ihre Unterschriften gegeben für den Appell: Abrüsten statt Aufrüsten! Bitte unterstützen Sie diesen Appell!
Verantw.: Friedenspolitischer Gesprächskreis im DGB Marburg-Biedenkopf / Bündnis Nein zum Krieg
Redebeitrag von Maximiliane Jäger-Gogoll
Fotogalerie Oberhessische Presse
7.500 Menschen auf Marburgs Straßen gegen Xenophobie und Rechtsextremismus
Quelle: Radio: RUM-90,1, Marburg im www.radio-rum.de
Produktionsdatum: 14.09.2018
Pressespiegel:
#wirsindmehr
Das Bündnis Nein zum Krieg hat dem Oberbürgermeister / Magistrat heute seine Unterstützung für die Demo und Kundgebung am Freitag zugesagt. Das Schreiben von Thomas Spies hatte folgenden Wortlaut:
„Die Stadtverordnetenversammlung und der Magistrat laden für Freitag, 7. September, zwischen 17 und 19 Uhr zu einer Demonstration und Kundgebung zu den Vorfällen in Chemnitz, für das staatliche Gewaltmonopol und gegen ausufernden Rechtsextremismus ein. Nach einem Gang vom Erwin-Piscator-Haus zum Marktplatz soll dort kurz gesprochen werden und dabei das ganze Spektrum der Marburger Zivilgesellschaft repräsentiert sein.
Gerne möchten wir Sie als Organisation, Verein, Initiative oder Unternehmen dafür gewinnen, sich an dieser Dokumentation der demokratische Einigkeit in Marburg zu beteiligen. Sollten Sie das Anliegen unterstützen, so wären wir Ihnen dankbar, Sie als zivilgesellschaftliche Unterstützter im Aufruf zur Demonstration nennen zu dürfen. Eine entsprechende Auflistung würden wir am Donnerstag auch der örtlichen Presse zur Verfügung stellen (…)“
Quelle (Produktionsdatum: 06.10.2018): Radio Unerhört Marburg mit der Sendereihe „Trotzfunk“
Presseartikel dazu am 2.9.
Die ganze Bündnisbreite spiegelte sich in den vielen Ständen von z.B. der „Kerneriniative bis zum „Weltladen“ wieder…….
Und Konflikte lösen geht anders! Das könnte schon früh gelehrt/gelernt werden. Z.B, mit „Rositas Puppenbühne“ einschließlich Handpuppenbau, die für Kinder und Erwachsene vor und im Mehrgenerationenhaus zu erleben war.
Homepage „Rositas Puppentheater
Heike Kammer from More Oculus Film on Vimeo.
Den echt „groovigen“ musikalischen Rahmen bot
The Underground Groove Society
hier ein Beispiel, vor ca 2 Jahren auf der Amöneburg:
Heute ab 5:45. Ganztägige Mahnwache am Denkmal für Deserteure in Marburg. Hans-Horst Althaus.

Mahnwache Hintergrund (oder auf ’s Bild klicken)
Interview mit Hans Horst Althaus Radio Unerhört Marburg:
Hans Horst Althaus Interview in Textform.
Quelle: Hans Horst Althaus Interview mit Trotzfunk
Seit 5:45 wird zurückgeschossen
Wollt ihr den totalen Krieg?
60 000 000 Tote, am Ende Hiroshima und Nagasaki